Appell nach Katowice

Klimadialogeteilnehmer*innen fordern zum Handeln auf

"Kleine Veränderungen sind besser als große Versprechen!"

Im polnischen Katowice verhandeln  Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Nationen beim 24. Klimagipfel seit Anfang Dezember über verbindliche Richtlinien zur konkreten Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015. Ziel ist es, die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Festgehalten werden soll dies in einem Vertrag.

Alle Länder sind aufgefordert konkrete Pläne zur Minderung ihrer Treibhausgasemissionen zur Vermeidung eines weiteren Temperaturanstiegs vorzustellen. Ziel ist es bis 2050 einen Ausgleich zwischen Ausstoß und Bindung der Treibhausgase zu erzielen.  Ab 2030 soll die Umsetzung dieser Anstrengungen kontinuierlich überprüft werden. Zudem sollen Industriestaaten ärmeren Ländern bei der Anpassung an Klimaveränderungen helfen. Doch auch weiterhin gewinnen Staaten wie Deutschlands ihre Energie auch aus Kohle und stoßen mehr Emissionen aus, als jemals zuvor. Dennoch hat sich Deutschland verpflichtet, seine Emissionen deutlich zu senken. Als problematisch erweist sich bei den Verhandlungen das Thema Kohleausstieg, das von vielen Ländern mit dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze und wichtiger Einkommensquellen gleichgesetzt wird. Dramatischer ist jedoch die grundsätzliche Ablehnung des Klimaabkommens großer Staaten, wie den Vereinigten Staaten von Amerika, Ölstaaten wie Kuweit und Saudi-Arabien und Russland.

Die Konsequenzen des Ausgangs der Verhandlungen in Polen sowie klimatischer Veränderungen werden überwiegend jungen Menschen zu tragen haben. Problem: sie sind am Verhandlungstisch erst gar nicht zu finden. Mit einem eindringlichen Appell für den Klimaschutz, den Kohleausstieg  und ein solidarisches Miteinander aller Nationen richten sich die Teilnehmer*innen der Klimadialoge aus Deutschland und Mexiko an die Verantwortungsträger*innen der Klimakonferenz. Sie fordern die Vertreter*innen in Katowitce auf, sich für den Schutz des Klimas und damit unsere Zukunft einzusetzen.